Die Geschichte des RRC Flying Saucers

Es war einmal...die Erfolgsgeschichte der "Flying Saucers"

Seit mehr als dreißig Jahren hat sich der Verein dem Rock’n’Roll verschrieben. Die Begeisterung um diesen Sport und die damit verbundenen Erfolge hat eine Dynamik entwickelt, die zu Beginn mit Sicherheit nicht absehbar war.

Wie alles begann – vom Hobby zum Turniertanz


Der Verein wurde im Oktober 1979 als "RRC Flensburg der Tanzschule Neben" von zwölf Mitgliedern gegründet. Im Mittelpunkt standen der Spaß am Rock’n’Roll und das Interesse, etwas Neues voranzutreiben. Mit Peter Carstensen, dem inzwischen Ehrenvorsitzenden, ist auch heute noch ein Aktiver der Gründerzeit dem Verein als Trainer und Sportlicher Leiter erhalten geblieben.


Bereits vor der Vereinsgründung hatten Paare des späteren RRC Flensburg, wie Wiebke Matzen & Peter Carstensen mit Sondergenehmigungen an offenen Deutschen Meisterschaft durchaus erfolgreich teilgenommen. Nach Vereinsgründung wurden dann 1981 durch den Beitritt zum DVRRJ und der Namensänderung in RRC Flying Saucers die Voraussetzung geschaffen, weiterhin an offiziellen Turnieren und Meisterschaften teilnehmen zu können. Damals noch als kleines und unbekanntes Licht im Tanzsport belächelt, sollte nun der Aufstieg zu einer festen Größe im nationalen Rock’n’Roll beginnen.


Die Gründung des RRC Flying Saucers


1983 erfolgten der Eintrag in das Vereinsregister, welcher als die offizielle Geburtsstunde des RRC Flying Saucers betrachtet werden muss, und der Beitritt in den DTV und DSB. Der junge Verein war nun als ein gemeinnütziger Sportverein anerkannt und widmete sich zunehmend der Kinder- und Jugendarbeit, wodurch der eigene Nachwuchs kontinuierlich aufgebaut wurde. Neben den Rock’n’Roll-Gruppen trainierten bei den Flying Saucers auch Rockabillys und bereits viele Boogie Woogie-Paare, zu denen auch Frank Burgschatt und Kay Jensen zählten, mit welchen sich eine ganze neue Sparte im RRC Flying Saucers entwickelte. Trainiert wurde zu dieser Zeit in der alten Duburgkaserne und der Waldschule.


Mitte der 80er Jahre wurde das Spartenangebot aufgrund der Welle der Tanzfilme und Modetänze um die Sparte „Modetänze“ ausgeweitet und der RRC kam zu seinen ersten Erfolgen im nationalen und internationalen Bereich. So gelang es Jens Drews bei der Weltmeisterschaft im Electric Boogie ins Finale einzuziehen. Das herausragende Paar dieser Zeit waren jedoch Dagmar Liebenow & Peter Carstensen, die im Show Dance gleich mehrfach die Deutsche Meisterschaft (1986 – 88) und den Titel des Vizeweltmeisters (1987/88) gewinnen konnten. Diese ersten Erfolge brachten dem Verein große Popularität und steigende Mitgliederzahlen ein.


Doch trotz der großen Erfolge im Show Dance und Electric Boogie blieb der Rock’n’Roll immer der Mittelpunkt des Vereinsgeschehens. Mit der Ausrichtung der Norddeutschen Meisterschaft im Jahr 1986 machte Deutschlands nördlichster Verein erstmals als Turnierausrichter national auf sich Aufmerksam. Diesem ersten Ausrufezeichen als Turnierausrichter folgte 1987 mit dem Gewinn der Landesmeisterschaft der Schülerpaare durch Stefanie Günzl & Arseven Kutluk das erste sportliche Ausrufezeichen im Jugendbereich.

Die große Zeit der „Bonsais“


In den folgenden Jahren stieg die Mitgliederzahl über 100 und die Jugendarbeit wurde vom Einzel- auf den Formationsbereich ausgeweitet. Die Ära der „Bonsais“ begann. Nach einer Reihe von Erfolgen auf norddeutschen Turnieren gelang es den vier Schülerpaaren der „Bonsais“ auf der Deutschen Meisterschaft 1989 gleich zwei Treppchenplätze sowie den 7. und 11. Rang zu ertanzen. Wenige Wochen später starteten mit Sandra Busch & Sebastian Heckel sowie Janne Kersten & Marc Andresen erstmals Paare des RRC im Nationalkader und belegten auf der Weltmeisterschaft den 5. und 7. Rang. Ganz logisch folgte der Entschluss die vier Paare auch als Formation unter dem Namen „Bonsai-Team“ an den Start zu schicken. Da es jedoch noch keine Jugendklasse im Rock’n’Roll-Formationswettbewerb gab, startete die Formation auf der Deutschen Meisterschaft der Formationen 1989 bei den Erwachsenen und belegte mit überragender Tanztechnik auf Anhieb den vierten Platz. Die Folge war die Gründung einer eigenen Klasse für Jugendformationen, die heute aus dem Formationsbereich des Rock’n’Roll nicht mehr wegzudenken ist. Bis zum Wechsel zu den Erwachsenen 1995 blieb das „Bonsai-Team“ in dieser Klasse ungeschlagen und konnte sich so 5 nationale Titel ertanzen. Hinzu kamen auf internationaler fünf Vizeweltmeistertitel, die das Team nach Flensburg holte.


Doch nicht nur im Formations-, sondern auch im Einzelbereich war der RRC endgültig in der nationalen Spitze angekommen. Neben ihren Erfolgen in der Formation gelang es dem Spitzenpaar Janne Kersten & Marc Andresen gleich zweifach (1990/91) den Titel des Deutschen Meisters in der Schülerklasse zu gewinnen. Währenddessen dominierten Sandra Busch & Sebastian Heckel nach ihrem altersbedingten Aufstieg die Juniorenklasse.


Der Verein hatte nun eine Größenordnung und Popularität in der Region erreicht, um den Tanzsport in den Dienst gemeinnütziger Zwecke zu stellen. Unter dem Namen "Tanzgala" wurde 1990 erstmals eine eigene Ballveranstaltung mit tänzerischem Showprogramm zu Gunsten der Kinderkrebshilfe durchgeführt. Seitdem ist dieser Abend fester Bestandteil im stetig wachsenden kulturellen Spektrum der Fördestadt. Trotz zunehmend knapper werdender Kassenlage engagiert sich der verein bis heute im sozialen Bereich durch z.B. die Förderung sozial benachteiligter Mitglieder.

1991 folgte dann der Einzug des inzwischen 300 Mitglieder starken Vereins in die neueröffnete Tanzschule „Tangothek“ des Vorsitzenden Peter Carstensen. Der RRC gelangte auf diese Weise zu einem inoffiziellen Vereinsheim und legte durch die starke Zusammenarbeit von Tanzschule und Club die Basis für den weiteren Erfolg in den kommenden Jahren.


Mit dem "Bonsai Team" und den "Rubberducks", die kurz nach den „Bonsais“ gegründet worden waren, stellte der RRC zu dieser Zeit die erfolgreichsten Formationen im Schüler- und Juniorenbereich überhaupt. Als Anerkennung für ihre herausragenden Leistungen wurden das „Bonsai-Team“ in den Jahren 1991 und 1993 zum „Sportler des Jahres“ gewählt.

Doch nicht nur im Rock’n’Roll, sondern auch in der Boogie Woogie-Sparte erlebte der RRC Anfang der 1990er Jahre eine Glanzzeit. Neben Roswitha Franke & Frank Burgschatt, die im Einzel zu nationaler Bekanntheit kamen, entwickelte sich Norddeutschlands erste Boogie-Formation, welche auf der Deutschen Meisterschaft 1991 erstmals unter dem Namen „Boogie-Team“ an den Start ging. Mit einem zweiten Platz bei der DM 1992 und dem dritten Platz auf der WM 1993 in Basel gelang der Formation der nationale und internationale Durchbruch.


Die Jahre 1994 und 1995 stellen ein absolutes Highlight in der Vereinsgeschichte des RRC Flying Saucers dar. Gelang es zunächst dem „Bonsai-Team“ neben dem DM-Titel in Bratislava auch noch den Europameistertitel der Schülerformationen zu gewinnen, konnte das „Boogie-Team“ als erstes norddeutsches Team die bayerische Dominanz in dieser Formationsklasse brechen und den DM-Titel nach Flensburg holen. Diesen Erfolg wiederholte die Formation im folgenden Jahr. Doch damit war 1995 noch nicht genug! Beim größten Turnier, das der RRC Flying Saucers bisher ausgerichtet hat, einer Kombination aus Welt- und Europameisterschaft in der Idraetshalle, erreichte das „Boogie-Team“ den zweiten Platz und sicherte sich somit den Vizeweltmeistertitel. Bei der gleichzeitig ausgetragenen Europameisterschaft der Rock’n’Roll Formationen konnten das „Bonsai-Team“ den Europameistertitel aus dem vergangenen Jahr verteidigen. Für beide Mannschaften, „Bonsai-Team“ und „Boogie-Team“, war dies das letzte Turnier in der ursprünglichen Besetzung. Ein erster großer personeller Umbau und eine erste Umorganisation des Vereins begannen.


Der erste große Umbruch


Mit Beginn der Kooperation zwischen Tanzschule Tangothek und RRC Flying Saucers war Anfang der 90er Jahre auch die Sparte der „Modetänze“ ins Repertoire des RRC zurückgekehrt. Nachdem es anfänglich nur Hobbygruppen gab, entstand schon nach kurzer Zeit wieder eine Leistungsgruppe unter dem Trainer Matthias Muxfeldt. Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaften im Single, Duo und in der Gruppe „Dance Force feierte die Sparte“ im Jahr 1996 große Erfolge. Aufgrund des Tanzschulwechsels des Trainers musste die Sparte jedoch im Rahmen der Umorganisation wenig später eingestellt werden. Gleiches galt für die Sparte der Rockabilly, die ebenfalls den RRC verließen und einen neuen Verein gründeten. Der Verlust dieser zwei erfolgreichen und interessanten Sparten wurde durch die Einführung der Sparten Lindy Hop und Swing aufgefangen.


Doch nicht nur auf der organisatorischen sondern auch auf der sportlichen Seite gab es Mitte der neunziger Jahre einige große Veränderungen. Die "Bonsais" wechselten altersbedingt in die Akrobatikklasse und konnten dort nahezu nahtlos an ihre phänomenalen Erfolge der eigenen Jugend anknüpfen. Die "Rubberducks" rückten in die Quartettklasse und machten so den Weg für die "Meisterjäger" frei. Diese waren seit 1994 parallel zu den Erfolgsjahren der Bonsais als neue Flensburger Schülerformation aufgebaut worden und sollten von nun an den Verein prägen. Das "Boogie Team" in neuer Besetzung knüpfte seit 1997 an die großen Erfolge der Ära bis 1995 an und konnte sich national als zweite Kraft etablieren. Weiterhin etablierten sich viele nationale Turniere in der Fördestadt; der RRC mauserte sich zum erfolgreichsten Rock’n’Roll-Verein in der Bundesrepublik.


 Die wohl entscheidenden Erfolgsfaktoren liegen einerseits in einer guten technischen Ausbildung der Aktiven durch alle Trainer, angeführt von Peter Carstensen, andererseits ist auch die musikalische und choreographische Kreativität hervorzuheben. Vereinsseitig wird darauf geachtet, die Aktiven in den Trainingsbereich zu integrieren, auch hier zur Förderung des eigenen Nachwuchses. Im Formationsbereich zählt der RRC heute zu den größten und erfolgreichsten Talentschmieden und ist überdies einer der bedeutendsten nationalen Vereine überhaupt. Aufgrund dieser konsequenten Nachwuchsarbeit wuchsen immer neue Tänzerinnen und Tänzer sowie Spitzenpaare nach und viele davon schafften den Sprung in die Nationalkader der verschiedenen Klassen. Als Folge dieser erfolgreichen Talentförderung wird dem RRC Flying Saucers das Grüne Band der Talentförderung verliehen.

Der Rutsch ins neue Jahrtausend – Erfolgsjahre der Meisterjäger und Baltic Rockets


Kurz vor der Jahrtausendwende begann dann die große Zeit der „Meisterjäger“ in der Schülerklasse, einem weiteren Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Nach ihrem ersten Turniersieg 1999 wurden sie im selbigen zum ersten Mal Deutscher Meister. Sie setzten ihre Siegesserie in den nächsten Jahren fort und räumten auch 2000 und 2001 alles ab, was es in Deutschland zu gewinnen gab. Nur international gelang der Formation nicht der erhoffte ganz große Wurf. Jeweils knapp geschlagen, wurden sie 2000 und 2001 zwei Jahre in Folge Vizeweltmeister. Parallel wurde bereits mit den "Dancing Ducks" eine Nachfolgeformation erfolgreich aufgebaut.


Die ersten zehn Jahre des neuen Jahrtausends brachten den Flying Saucers sowohl im Formations-, als auch im Einzelbereich großartige Erfolge ein. Formationen und Paare kamen und gingen und auch im Trainerbereich gab es einige Neuerungen.


Im Boogiebereich löste sich im Jahr 2000 das "Boogie-Team" auf und es entstand eine neue, jugendliche Boogie-Formation, die "Northern Hotsteps". Diese Formation tanzte stets an der Spitze des Deutschen Boogie-Woogies mit und erreichte ihre beste Platzierung 2004 mit dem 2. Platz der Deutschen Meisterschaft. 2005 löste sich auch diese Formation leider aufgrund von Abitur und Ausbildung auf.


Ab 2001 wurde wieder eine neue Nachwuchsformation aufgebaut, die "Minirocker". Nachdem sie in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends die dritte Flensburger Schülerformation hinter den "Meisterjägern" und den "Dancing Ducks" waren, begannen sie sich - nach deren Aufstiegen - von Turnier zu Turnier stetig zu steigern. Besonders beachtlich ist dabei die Tatsache, dass der Großteil der Formationstänzer der "Minirocker" auch gleichzeitig in der jüngsten Boogieformation Deutschlands tanzt, den "Young Spirit". Im Laufe des Jahrzehnts gab es bei ihnen einige personelle Veränderungen, trotzdem schafften die "Young Spirits" es, sich konsequent auf den vorderen Plätzen der Boogieformationen zu halten und qualifizierten sich 2010 sogar für die Weltmeisterschaft. Der größte Erfolg dieser Formation ist bis dato der Gewinn des Vizetitels auf den Deutschen Meisterschaft der Boogie-Formationen 2011.


Neben den „hauseigenen“ Formationen existierte mit der Formation "Wiking Power" seit 2000 zudem eine Masterformation, in der sich aktive und ehemalige Turnierpaare aus Hamburg und Schleswig-Holstein zusammengefunden hatten. Trotz erfolgreicher Turniere löste sich die Formation 2004 wieder auf. Die logistischen Probleme eines kontinuierlichen Trainings ließen sich leider langfristig nicht lösen.

Auf der Deutschen Meisterschaft der Clubs 2003 kam es gleich zu Anfang des Jahrzehnts zu einem der Vereinshöhepunkte im Einzelbereich. Die Mannschaft um Thyra Brody & Maximilian Möhl (Schüler), Sandra Wieczoreck & Sven Koch (Junioren), Constanze Koch & Lennart Schmidt (C-Klasse), Aleksandra Starikova & Christoph Balow (B-Klasse) und Synje Kohlmann & Ulf Kohlmann (A-Klasse) siegte mit riesigem Abstand und wurde Deutscher Meister der Clubs. Damit ist der RRC Flying Saucers der einzige Verein in Deutschland, dem es gelungen ist bei den Einzelpaaren, den Formationen und in der Mannschaft den Titel des Deutschen Meisters zu erringen.


Die folgenden Jahre brachten erneut viele personelle Verschiebungen aufgrund beruflicher und schulischer Veränderungen. Die größten Veränderungen dieses Jahrzehnts fanden im Rock’n’Roll-Formationsbereich des Vereins statt. Formationen kamen und gingen.


Die "Meisterjäger" spalteten sich aus Altersgründen für zwei Jahre in die "Freestyler" und die "Meisterjäger Quartett" auf, bevor sie wieder zusammenfanden und eine neue Quartettformation bildeten.


Die Minirocker wurden aus Altersgründen in Baltic Rockets umbenannt und aus den vielen überzähligen Mädchen wurde mit den Rocking Angels eine neue Showformation ins Leben gerufen.


Aus dem jüngeren Teil der "Freestyler" und den "Dancing Ducks" bildete sich eine neue Formation, die "Rocking Northstars" kurz "RoNoS". Nachdem die "RoNoS" zwei Jahre erfolgreich in der Schülerklasse getanzt hatten, stiegen sie alterbedingt erst in die Masterklasse auf, bevor sie, aus verschiedenen Gründen dezimiert, in die Quartettklasse wechselten und gleich in der ersten Saison einen Treppchenplatz ergatterten. 2007 lösten sich die "RoNoS" auf, einige Paare bildeten die neue Formation "Team Nordisch", die 2009 und 2010 den Deutschen Meistertitel in der Quartettklasse holte.

Nach all diesen Veränderungen und arbeitsreichen Jahren gab es 2006 endlich wieder etwas zu feiern. In allen Einzelklassen gehörten Flensburger Paare zur nationalen Spitze. Hervorzuheben sind hier Aleksandra und Christoph, die sich nach einer perfekten Saison den Deutschen Meistertitel in der B-Klasse sicherten. Mit Nele Klüver & Fynn Makoschey und Pia Mißfeld & Markus Drews brachte der Verein in diesem Jahrzehnt noch zwei weitere sehr erfolgreiche Einzelpaare an den Start. Alle drei Paare schafften es bis ins Nationalkader ihrer jeweiligen Klasse und tanzten auf den Turnieren ganz weit vorne mit.


Doch nicht nur im Einzel-, sondern auch im Formationsbereich folgten nun die erhofften und aufgrund der harten Arbeit verdienten Erfolge. Die „Meisterjäger“ waren das Maß aller Dinge bei den Quartettformationen und blieben das ganze Jahr ungeschlagen. Auch bei den Deutschen Meisterschaft siegten sie souverän. Damit aber noch nicht genug, zweite Plätze für die „Baltic Rockets“ (Schülerformationen) und „Rocking Angels“ (Showformationen) sowie der dritte Platz für die „Rocking Northstars“ (Masterklasse) komplettierten das hervorragende Ergebnis.


Nach ihrem Sieg in der Quartettklasse stiegen die „Meisterjäger“ in die Masterklasse auf. Durch den Zuwachs einiger Paare gestärkt, sicherten sie sich hier gleich im ersten Jahr den Vize-Titel. Dieser ging in der Klasse der Schülerformation ebenfalls nach Flensburg an die Baltic Rockets.

Nachdem diese in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends die dritte Flensburger Schülerformation hinter den "Meisterjägern" und den "Dancing Ducks" waren, begannen sie sich - nach deren Aufstiegen - von Turnier zu Turnier stetig zu steigern. Dann folgte das Jahr 2008! Nach zwei nationalen Vize-Titeln in den beiden vorherigen Jahren gewannen sie nicht nur die Norddeutsche, sondern auch noch die Deutsche Meisterschaft. Diese herausragende Saison krönte die Formation dann, indem ihr etwas gelang, woran die "Bonsais" und die "Meisterjäger" immer knapp gescheitert waren: Sie gewannen den ersten WELTMEISTER-Titel des Vereins. Nach dieser Saison steckte sich die Formation neue Ziele und wechselte in die Akrobatikklassen. Nach einem Jahr in der Masterklasse, in welchem sie sich sofort für die Weltmeisterschaften qualifizierte, tanzten sie 2010 unter dem Namen „Baltics Reloaded“ eine erfolgreiche Saison in der Quartettklasse, die sie mit einem Treppchenplatz auf den Deutschen Meisterschaften beendeten.

 

 

Nachdem alle ehemaligen Schülerformationen aus Altersgründen aufgestiegen waren, musste eine neue Formation her. Mit den "Rockalarm" brachte der Verein 2009 eine neue Schülerformation ins Spiel. Genauso wie all ihre Vorgänger werden auch sie ein paar Jahre brauchen, um sich in ihrer Klasse nach vorne zu arbeiten, zuerst einmal gilt es Erfahrungen zu sammeln und die Tanzkünste stetig zu verbessern. Einen ersten Eindruck vom nationalen Turniergeschehen konnte die Formation 2012 auf der Norddeutschen Meisterschaft und dem Deutschland Cup gewinnen. Bei beiden Turnieren konnte sich die jüngste Formation im Feld jeweils den Anschlussplatz an die Endrunde ertanzen.

Für die Flying Saucers gingen in der Freedance-Jugend-Klasse (ehemals Showklasse) die "Rocking Angels" an den Start. Von Anfang an tanzten sie sich erfolgreich auf die vorderen Plätze, besonders in Hinsicht auf die hohe Anzahl von Freedance-Formationen ein großer Erfolg. Nach einem zweiten und einem dritten Platz gelang ihnen auf den Deutschen Meisterschaften 2010 endlich der Sprung auf den obersten Treppchenplatz, sie holten sich den Deutschen Meistertitel. 


Ebenfalls in der Freedance-Jugend-Klasse startete ab 2008 die Nachwuchsformation "Dancing Angels". Die blutjungen Tänzerinnen griffen neu ins Turniergeschehen ein und nutzten die folgenden Jahre erst einmal um Turnierluft zu schnuppern, Erfahrungen zu sammeln und den Sport von Grund auf kennenzulernen. Als die Formation im Jahr 2011 mit ihrer ersten Treppchenplatzierung beim Deutschland Cup gerade bereit für größere Erfolge schien, musste sie einen großen personellen Umbruch verkraften. Nach einem Jahr Aufbauarbeit konnte sie sich allerdings 2012 erneut für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.


In der Freedance-Klasse, der Klasse für die „älteren“ Mädchen, ging ebenfalls eine neue Flensburger Formation an den Start: die "Rocking Ladies". Am Anfang noch neu im Geschehen, tanzten sie sich im Laufe der Jahre stetig nach vorne und liegen inzwischen beständig im vorderen Bereich.

Gegenwart und Zukunft

 

Momentan hat der RRC über 200 Mitglieder, davon mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche. Nach einigen Austritten und personellen Umstrukturierungen gelang es dem Verein im Jahr 2011 seinen Formationserfolgen die Krone aufzusetzen.

 

Um eine so große Zahl aktiver Turnierformationen zu trainieren und betreuen zu können, bedurfte es natürlich auch im Trainerfeld einigen Veränderungen. Neben Peter als hauptberuflichen Trainer begannen mehrere der älteren Tänzerinnen sich als Trainer zu engagieren. Mit Jenni Marquardt (Trainer A) und Aleksandra Starikova (Trainer C) hat der Verein zwei talentierte Trainer gewonnen, die inzwischen große Anteile der Trainingsarbeit tragen und in fast allen Formationen als Head- oder Co-Trainer fungieren. Die beiden dienen als Vorbild für eine Reihe weiterer junger Vereinstrainer , die die jungen Formationen aufbauen und auf ihren Weg nach oben bringen.

Durch den Abgang einiger Aktiver waren die Meisterjäger zu Beginn der Saison neu zusammengesetzt worden. Die routinierte Akrobaten der Formation trafen so auf die tänzerisch starken Paare der ehemaligen Weltmeisterformation "Baltic Rockets". Dank der Mischung dieser beiden Komponenten konnten sich die "Meisterjäger“ den Deutschen Meistertitel in der Masterklasse ertanzen. Damit sind sie die einzige Formation in Deutschland, die es geschafft hat, den Titel in allen drei "Paar-Klassen" (Jugend-, Quartett- und Masterklasse) zu gewinnen.


Auch in den Jahren 2012 und 2013 konnte die Erfolgsgeschichte des RRC Flying Saucers weitergeschrieben werden. Mit den Kids der Jugendformation "Rockalarm" präsentierte der RRC erstmals auf den großen Ranglistenturnieren seine Zukunft! Altersbedingt stiegen die "Rocking Angels" in die Lady-Klasse auf, in der die Formation bereits auf ihrem zweiten Turnier den ersten Treppchenplatz feiern konnte. Erste Erfolge konnten auch die „Dancing Angels“ in der Klasse der Girl-Formationen feiern und damit den ersten Schritt in den großen Fußstapfen der „Rocking Angels“ machen. Die „Rocking Ladies“ gingen in die neu zusammengesetzte Formation "B a Lady" auf, die sich mit einer Mischung aus HipHop und Rock'n'Roll sowie einem wilden Musikschnitt präsentierte und 2012 sogleich den norddeutschen Vizetitel ertanzen konnte. Die „Meisterjäger“ setzen ihre inzwischen 36 Monate andauernde Siegesserie fort und konnten neben Topplatzierungen auf den Weltmeisterschaften in Rimini und Prag auch erneut die Deutschen Meistertitel gewinnen und damit den Titel-Hattrick feiern.

 

Eine Weltmeisterschaft vor Flensburger Publikum

 

Nach all den Turniererfolgen der vergangenen Jahre folgten in der Saison 2014 auch die organisatorischen Highlights der Flying Saucers. Fast 15 Jahre nach dem letzten internationalen Turnier wurde im Mai die Weltmeisterschaft der Master- und Jugend-Formationen sowie die Europameisterschaft der Lady-Teams in Flensburg ausgetragen. Ein Turnier, dass sicher allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird! Die Teams RRC Flying Saucers zeigten auf dem perfekt organisierten Event spitzen Leistungen und verpassten z.T. den erhofften Treppchenplatz nur knapp. Die WM in eigener Halle war jedoch nicht die einzige internationale Erfahrung im Jahr 2014! Auch für die Tänzerinnen der Dancing Angels ging es erstmals zu einer Weltmeisterschaft in die Schweiz. Abgeschlossen wurde das Jahr mit einem der schönsten Heiratsanträge, die man wohl je erleben durfte! Auf der Deutschen Meisterschaft der Formationen in Flensburg hielt Basti um die Hand unserer Aleks an, welche neben diesem freudigen Ereignis auch noch den vierten DM-Titel in Folge mit den Meisterjägern feiern durfte.